Unsere KMU Online Marketing Tipps für 2017

Vorweg - natürlich nicht nur für Klein- und Mittelbetriebe, nicht nur für Touristiker oder Gastronomen, nein, ich wollte zum Ende des Jahres ein paar Tipps für alle nicht ganz großen Betriebe schreiben. Sie sind es schließlich, die auch mit weniger Budget aber dafür mit etwas Flexibilität und persönlichem Zutun im Online Marketing erfolgreich sein können. Wenn sie wissen was sie tun 🙂 und dies ist die kleine Anleitung dazu.

Erster Tipp: Die Website

WebdesignSie benötigen ein paar Voraussetzungen, bevor Sie richtig durchstarten können. Prüfen Sie Ihre Website (oder lassen Sie diese überprüfen), ob sie den technischen und inhaltlichen Ansprüchen genügt, die heutzutage Suchroboter auf der einen Seite und Ihre Besucher und Besucherinnen auf der anderen Seite erwarten.

  1. Landingpage: Bringen Sie Inhalt auf Ihre Startseiten. Nicht nur ein Startfoto (Slider, etc.), sondern auch Text. Unsere User haben gelernt zu scrollen, sie erwarten bereits auf Ihrer Landingpage Informationen über Ihre Leistungen, Produkte, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, News bzw. was immer Ihnen noch dazu einfällt. Vorbei sind die Zeiten der vertikal und horizontal zentrierten Startseiten mit Foto in der Mitte und Willkommensfloskel darunter.
  2. Aktualität: Sorgen Sie dafür, dass sich auf Ihrer Startseite ab und an etwas ändert - dies könnte ein Monatsangebot sein, eine Ankündigung für eine Ausstellung o.Ä., ein Hinweis auf die Tages- oder Wochenkarte des Restaurants. „Frischer Content“ wird von Google geschätzt und sorgt mittelfristig für höhere Besucherfrequenz auf Ihrer Website.
  3. Slogan: Apropos Willkommensfloskel - die brauchen Sie gar nicht. Es sind doch alle auf Ihrer Website willkommen, begrüßen Sie Ihre Webseitenbesucher mit einem Slogan oder einem Claim. Binnen Sekunden sollte jemand erkennen, was bei Ihnen geboten wird, worum es sich bei Ihrem Angebot genau handelt und dass er oder sie goldrichtig hier ist und es sich damit lohnt, weiter in die Tiefe zu klicken.
  4. Responsivität: Ihre Webseiten müssen auf allen Geräten darstell- und nutzbar sein, ansonsten vergraulen Sie nicht nur Ihre Zugreifenden, sondern auch Google und andere Suchmaschinen. Ob Ihre Website den strengen Kriterien von Google genügt, das können Sie leicht und schnell überprüfen - verwenden Sie dazu das Mobile Friendly Test Tool von Google.
  5. Inhalte: Wartung und Pflege Ihrer Website - Sie sollten eigentlich in der Lage sein, Inhalte auf Ihrer eigenen Website relativ schnell und unkompliziert selbst zu aktualisieren. Für die unter Ihnen, die es immer noch nicht sind: Der Schritt zu einem CMS (Content Management System) ist die Voraussetzung dazu, wir empfehlen aus Gründen der Zukunftssicherheit bekannte und gut bewertete CMS zu verwenden im Gegensatz zu agentur-spezifischen CMS. Dem Trend der Zeit sowie unserer langen Erfahrung entsprechend, gilt für uns WordPress als klarer Favorit.
  6. Up-to-date: Technisch sollte Ihre Website jedoch auch langfristig einwandfrei funktionieren. Auch hier ist ein erfolgreiches und beliebtes Wartungssystem von Vorteil und ob Sie nun selbst die Up-Dates durchführen wollen oder dies sicherheitshalber lieber an Ihre Webdesigner auslagern, das spielt keine Rolle, wichtig ist nur: Stellen Sie sicher, dass kontinuierlich technische Updates durchgeführt werden. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Website auch in zwei, drei Jahren noch einwandfrei läuft.

Zweiter Tipp: Suchmaschinen Optimierung und Werbung

SuchmaschinenoptimierungSuchmaschinen Werbung - z.B. im Sinne von Google AdWords kann teuer werden, dennoch empfiehlt es sich, wenn Sie beispielsweise ein tolles Angebot bewerben möchten oder eine relativ neuen Website. Da der Ranking-Erfolg der sogenannten organischen Suchmaschinenoptimierung etwas dauern kann, können Sie so inzwischen wenigstens unter den bezahlten Ergebnissen auftauchen. Damit Sie hier nicht aus Unkenntnis zu viel Geld verlieren, empfehle Ich Ihnen definitiv entweder zur Fachliteratur zu greifen oder eine Agentur, die sich mit Google AdWords Werbung auskennt, um Rat und Mithilfe zu fragen.

Suchmaschinenoptimierung - sprich, in den nicht-bezahlten (organischen) Treffern von Google, Bing und Co auf guter Position zu bleiben (gutes Ranking), setzt auch einige Dinge voraus, die Sie durchwegs selbst in die Hand nehmen können:

  1. Landingpage: Wie schon erwähnt - bringen Sie mehr Text auf Ihre Startseite. Platzieren Sie einen Dreispalter unter z.B. Ihren Slider, dort können Sie mit Kurztexten ansprechen, was auf den Folgeseiten im Detail erläutert wird.
  2. Aktualität: Sorgen Sie für aktuelle Inhalte, vor allem auch auf Ihrer Startseite. Der klassische „News-Button“ reicht hierfür nicht aus, es sollte der aktuelle Inhalt bereits auf und in der Startseite angesprochen werden.
  3. Regionalität: Bringen Sie regionale Begriffe und Phrasen in Ihre Webseiten ein, sorgen Sie dafür, dass Ihr Betrieb eindeutig regional zuordenbar wird. Wo Sie sind, wie man dort hin kommt etc. sollte angesprochen werden und nicht nur auf einer eingebundenen Google Map ersichtlich sein. Nutzen Sie ggf. Geo-Tags für die Geopositionierung Ihres Betriebs (Tipp: Nutzen Sie dafür den Geo-Tag Generator).
  4. Strukturiert: Für Suchroboter wie auch für Menschen sollten Ihre Textinhalte übersichtlich strukturiert werden. Nutzen Sie die Möglichkeit, etwas in Fettschrift darzustellen, verwenden Sie klare Überschriftenstrukturen (eine Hauptüberschrift, darunter die nächst kleinere und so fort (h1, h2, h3 …)), so wie auch Listenumgebungen wie die Aufzählliste und die Punkteliste. Machen Sie Ihre Texte leichter lesbar durch Absatzgruppierungen und achten Sie darauf, inwieweit thematisch relevante Begriffe auch entsprechend hervorgehoben werden können.
  5. Responsivität: Stellen Sie sicher, dass Ihre Website responsiv ist.
  6. Kontexte: Generell - liefern Sie Inhalte / Content. Beschreiben Sie Ihre Leistungen und interessante Themen um Ihre Produkte, Sie können dabei auch in die Tiefe gehen und Links in den Texten Ihrer Seiten zu Detail-Unterseiten einbinden. Bilden Sie Kontexte um die für Sie wichtigsten Begriffe und wählen Sie in diesen Kontexten durchwegs Begriffe, welche auch anderswo vorkommen, wo derartige Inhalte und Themen besprochen werden. Nach-wie-vor gilt - verfassen Sie Blogs oder richteten Sie zumindest einen Newsbereich für Ihre Zielgruppe ein.
  7. Linkbuilding: Sollte es Links zu Ihrer Website geben, überprüfen Sie, ob diese inhaltlich relevant sind (zu Ihrem Thema passen) und ob sie von Plattformen oder Webseiten kommen, welche dieses Thema adäquat repräsentieren. Prüfen Sie doch mal nach, ob Sie Links von Gemeindeplattformen (Ris Kommunal), von Verbänden (z.B. Tourismusverbänden), von Partnerbetrieben (sofern thematisch passend, z.B. Bergbahnen, Skilifte etc.) zu Ihrer Website setzen können. Thematisch repräsentative Plattformen zählen dabei mehr als kleinere Websites (Domain Autorität).
  8. Auswertung: Melden Sie sich zu besseren Auswertung bei der Google Search Console und bei den Webmaster Tools von Bing an.

Dritter Tipp: Social Media

Social Media MarketingSie brauchen Social Media Marketing nicht einzusetzen, weil es zur Zeit modern ist. Auch nicht, weil Ihre Mitbewerber es tun. Social Media Marketing ist ja im Kern absolut nicht neu, nur die „Medien“ haben sich im Laufe der Zeit geändert. Communities, die sich über Produkte austauschen, diese bewerten und vor dem Kauf oder Konsum in ihren Kreisen Erfahrungswerte einholen, gibt es nicht erst seit den Römern oder seit dem griechischen Marktplatz, der Agora (ἀγορά). Völlig klar und berechenbar ist, dass sich diese Art der Marktkommunikation speziell im Kommunikationsnetzwerk Internet früher oder später enorm durchsetzen hat müssen. Daher sind jene Unternehmer oder Unternehmerinnen, die diese Tatsache nicht verstehen (wollen) und immer noch glauben, die Push-Strategien der klassischen Werbung hätten auch hier Bestand und bleibende Wirksamkeit umso bedauernswerter. Falsch gedacht - Empfehlungsmarketing und der Wille, selbst zu entscheiden, welche Marktinformationen einen erreichen sollen, das hat Bestand - jetzt und in Zukunft. Im Internet finden sich die passenden Instrumente, um am Markt (virtuellen Marktplatz) sichtbar bzw. präsent zu sein und um sich in die Kundenmeinungs- und Austauschszene konstruktiv einschalten zu können.

  1. Markenpräsenz: Nutzen Sie daher die klassischen Plattformen um nicht vom „Marktplatz“ zu verschwinden. Heute ist Facebook sicher für die meisten Betriebe unumgänglich. Durch die Verbindung Facebook - Instagram können auch emotionale Inhalte unterschiedliche Empfindungen Ihrer Zielgruppe auslösen und die Aufmerksamkeit auf Ihre Produkte und Leistungen lenken.
  2. Google Maps: Vergessen Sie keineswegs Google+, in Verbindung mit Google Local (Maps) und durch die einfache Konfiguration und Auswertung über Google MyBusiness stellt Google+ im Internet einen einzigartigen Brachencenter dar, der letztendlich doch dem Marktführer unter den Suchmaschinen gehört. Pflegen Sie einige Fotos in Ihre Google+ Seite ein, geben Sie Kontaktdaten, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Parkmöglichkeiten, etc. an, streuen Sie regelmäßig Informationen aus Ihren News, Blogs und Produktseiten auch nach Google+ und freuen Sie sich über die oft positiv überraschenden statistischen Auswertungen in regelmäßigen Abständen.
  3. Mehrwert: Bieten Sie Mehrwert für Ihre Follower (Gutscheine, exklusive Informationen über neue Produkte, Restkarten für Events …) - fragen Sie sich, warum Ihnen jemand auf Facebook folgen sollte.
  4. Sichtbarkeit: Sie müssen nicht zwangsweise Follower für alle Plattformen suchen. Immer mehr Betriebe verwenden beispielsweise Twitter nicht vorrangig, damit ihnen dort viele Leute folgen, sondern damit sie bei Bedarf auch aufgefunden werden können. Wenn z.B. jemand in Twitter nach etwas sucht, dann wird es wohl kein Nachteil sein, wenn unter den Ergebnissen Tweets von Ihnen aufscheinen, die - da mit Links zu Ihren Webseiten versehen - oft zu neuen Besuchern führen. Besucher, die oft gar nicht wussten, dass es Ihre Website bzw. Ihren Betrieb überhaupt gibt.
  5. Dashboards: Einfache und günstige Werkzeuge können Ihnen bei der Organisation im Versand von Social Media Beiträgen ebenso wie bei deren Auswertung behilflich sein. Schauen Sie sich dazu mal Hootsuite und IFTTT an.
  6. Werbung: Mit wenig Budget können Sie Beiträge, die Ihnen wichtig sind, bei Facebook durch Bewerbung sehr Zielgruppen-spezifisch schalten. Ähnlich können Sie relativ günstig über Instagram und Facebook für mehr Zugriffe auf Ihre „normale“ Website sorgen bzw. auf Ihre Angebots- oder Produktseiten bezahlte Klicks aus Facebook- und Instagram-Anzeigen lenken.
  7. YouTube: Wir alle haben mit unseren aktuellen Mobiltelefonen die Möglichkeit, kleine Videoclips zu filmen. Probieren Sie es doch mal aus, machen Sie einen Miniclip vom Neuschnee im Garten, vom Kochprozess in der Küche, von der Firmenfeier im Büro etc., laden Sie diese Clips auf YouTube hoch (Beschreibung und Link zu Ihrer Website nicht vergessen), verlinken Sie diese über Instagram, Facebook, Twitter etc. und freuen Sie sich anschließend über die große Resonanz, die vorrangig durch authentisches Videomaterial ausgelöst wird.
  8. Up-to-Date: Bleiben Sie am Ball, neuere Plattformen wie z.B. Snapchat bieten mit Geofiltern ein attraktives Werbemittel für die Dauer von z.B. Veranstaltungen, Schirmbar-Events o.Ä., geographisch gut einschränkbar und damit zu günstigen Konditionen.

Vierter Tipp: Newsletter

Newletter MarketingSelbst wenn es manche Leute nicht glauben können, Newsletter Marketing ist nach wie vor wichtig und Newsletter mit Mehrwert für den Kunden sind zweifelsohne gefragt. Es kommt natürlich oft auf die Branche an, speziell im Tourismus erfreuen sich Newsletter anhaltender Beliebtheit. Zudem wird mit dem Newsletter eine andere, vielleicht auch technisch etwas konservative Zielgruppe erreicht, die eben nicht auf Facebook oder Twitter folgen. In Verbindung mit Social Media eignen sich vor allem Websites, die stets aktuelle Inhalte für z.B. Blogs oder Newsbeiträge verwenden, besonders für erfolgreiches Newsletter Marketing. Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing und Newsletter Marketing stellen für so manche Branche tragende Säulen für ein erfolgreiches Online Marketing dar.

Nun schließlich noch ein paar abschließende Tipps zum Newsletter Marketing:

  1. Kompatibilität: Gestalten Sie Ihren Newsletter in Form eines eher einfachen Layouts. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Ausgabegeräte wird damit gewährleistet, dass er auch am Smartphone oder Tablet noch ein gutes Bild abgibt.
  2. Inhalte: Verwenden Sie für Ihren Newsletter immer mehrere unterschiedliche Themen. Sie erreichen damit die Interessen Ihrer Zielgruppen leichter und können auswerten, was Ihren Nutzern am besten gefällt bzw. welche Inhalte mehr Klicks oder gar Konversionen auf Ihrer Website hervorrufen.
  3. Verlinkung: Die Themen im Newsletter sollten nur kurz angesprochen werden und durch weiterführende Links auf Detailseiten Ihrer Website leiten.
  4. Rechtskonformität: Senden Sie Ihren Newsletter ausschließlich an Adressaten, deren eindeutige Zustimmung Sie haben. Für die elektronische Registrierung via Website zum Newsletter sollten Sie die Double-Opt-In Methode einsetzen.
  5. Mehrwert: Liefern Sie Mehrwert für Ihre Newsletter Abonnenten (gelegentliche Gutscheine, exklusive Informationen, Restkarten, Insider-Produktinformationen …)
  6. Spamcheck: Prüfen Sie vor dem Versand Ihren Newsletter auf Spamverdächtigkeit. Sollte Ihre Newsletter Software dies nicht unterstützen, können Sie dies auch auf der folgenden Website machen: https://www.mail-tester.com/
  7. Betreffzeile: Verwenden Sie für Ihren Newsletter vernünftige, ansprechende Betreffzeilen, vergessen Sie nicht das Impressum und bieten Sie Ihren Rezipienten eine einfache Möglichkeit, sich vom Newsletter abzumelden (Opt-Out).
  8. Software: Schließlich - unsere Vorschläge für gute Newsletter Software:
    • Rapidmail.at: Günstig und leistungsstark, einfach zu bedienen, optimal für den deutschsprachigen Raum (auch rechtlich), Drag and Drop Builder, Abrechnung per Versand.
    • Mailpoet.com: Ideal für WordPress Nutzer, wird als WordPress Plugin installiert, Drag and Drop Builder, bis 2000 Rezipienten kostenlos (siehe auch unseren Blogbeitrag zur Mailpoet Newsletter Software).
    • Newsletter2go.at: Günstig und einfach zu bedienende Anwendung, Drag and Drop Builder, bis zu 1000 E-Mails pro Monat kostenlos.
    • Mailchimp.com: Ebenfalls sehr günstig und leistungsstark, jedoch eher für den angloamerikanischen Raum, bis zu 2000 E-Mails pro Monat kostenlos.

Schlussworte

Ich hoffe sehr, dass Ihnen unsere kleine Zusammenfassung gefallen hat und Sie motiviert sind, mit ein paar einfachen Tipps Ihr Online Marketing in Hinkunft etwas erfolgreicher zu gestalten. Unschwer zu erkennen, dass Betriebe und WebseitenbetreiberInnen selbst einiges zum erfolgreichen Online Marketing beisteuern können. Auch können Sie die gewonnenen Erkenntnisse mit Ihren Beratern und Betreuern absprechen und dann vielleicht einen Teil selbst übernehmen, während Sie den anderen Teil von Ihren Agenturen erledigen lassen. Und - das ist uns natürlich auch ein Anliegen - sollten Sie auf der Suche nach einer guten Online Marketing und Webdesign Agentur sein, dann freuen wir uns sehr, wenn Sie dabei an unser Team von b83 :: Büro für Online Marketing denken 🙂

Online Marketing Tipps 2017Damit wünschen wir Ihnen einen guten Rutsch in das Jahr 2017,
mit Gesundheit, Frohsinn und natürlich auch Erfolg.

Bildreferenz: pixabay.com

 

 

SEO und die Google Bildersuche

Nicht nur für Galerie- und Online Shop BetreiberInnen stellt sich immer öfter die Frage, ob bzw. wie die Google Bildersuche gezielt genutzt werden kann, um relevante Zugriffe auf die Website zu erhalten. Dabei ist sie bei manchen Themen / Websites für bis zu 40% des verursachten Traffics verantwortlich. Angesichts dieser Tatsache wird die Bildersuche bei vielen Strategien und Aufträgen zur Suchmaschinen Optimierung viel zu wenig berücksichtigt. Dieser Beitrag sollte das zur Bilder-SEO nötige Know-How vermitteln.

Bilder zur Verstärkung der Signalwirkung für Suchmaschinen

In der modernen Suchmaschinenoptimierung dreht sich nahe zu alles um die Bildung von Kontexten, um möglichst vielseitig auf den jeweiligen Schwerpunkt hinzuweisen. Ausgeschmückt werden diese Kontexte mit dem typischen, modernen - semantischen - Markup, um für Mensch wie für Maschine (sprich Bot / Suchroboter etc.) durch Überschriften, Listen, Hervorhebungen etc. Schwerpunkte visuell wie auch technisch erkennbar zu machen. Vereinfacht ausgedrückt, eine einzelne Webseite mit deinem Schwerpunkt „Mountainbiking“ sollte mit genügend Text (mindestens einigen Absätzen) und entsprechender Gliederung (Überschriften, Listen …) ausführlich über genau das berichten, was unmittelbar zum Thema „Mountainbiking“ gehört. Dabei ist nicht mehr sehr von Belang, ob nun der entsprechende Kernbegriff besonders oft in diesen Texten vorkommt oder nicht. Entscheidend ist, dass Begriffe, die das Thema umschreiben, entsprechend eingesetzt werden.

Und damit kommt auch das Bild ins Spiel. Denn, wenngleich auch nach-wie-vor der Google Bot „kein Interesse“ am visuellen Bildinhalt hat (zumindest nicht was die potentielle SEO Gewichtung betrifft), so können doch auf ganz unterschiedliche Weise Texte im Zusammenhang mit der Einbindung des Bildes verwendet werden.

Folgende Text-Stellen sind für Bilder SEO und das Ranking relevant:

  1. Der Dokumentname des Bildes - ASCII konform (keine Sonderzeichen oder Leerzeichen), jedoch begrifflich durch Trennstriche erweiter- bzw. gliederbar.
  2. Der Dokumentpfad im Sinne der Kategorisierung des Bildes - z.B. Zimmer Fotos des Hotels könnten im Verzeichnis „Zimmer“ abgelegt werden.
  3. Der Alternativtext des Bildes - sprich, der Inhalt des alt-Attributes (wichtig: die Vorgaben der Barrierefreiheit sollten hierbei nicht außer Acht gelassen werden).
  4. Der Bildtitel - sprich, der Inhalt des title-Attributes (taucht auf, wenn die Maus über das Bild bewegt wird und verhilft damit auch zu mehr Nutzerfreundlichkeit).
  5. Schließlich das Textumfeld des Bildes, schließlich sollte das Foto ja zum Kontext passen, bei dem es eingebunden wurde und umgekehrt kann durch den Kontext der Inhalt oder die Botschaft des Bildes noch zusätzlich verstärkt werden.

Folgende Parameter sollten bereits beim Abspeichern des Bildes berücksichtigt werden:

  1. Dateigröße: Es empfiehlt sich, Bilder als Webbilder reduziert abzuspeichern und die Ladezeit des Fotos dadurch zu verringern. Wozu sollten hochauflösende, für den Ausdruck optimierte Grafiken von Google als Suchergebnis am Desktop oder Smartphone gelistet werden?
  2. Bildformat: Da Bilder im Querformat häufiger angeklickt werden als Bilder im Hochformat oder in unkonventionellen Formaten, bevorzugt Google getreu der Idee „zeige öfter, was User wollen“ Querformat Fotos und Bilder mit 4:3 Maß-Verhältnissen.
  3. Sitemap Eintrag: Optional können Bilder bzw. deren Pfade auch in die XML Sitemap eingetragen werden, was Indizierungsvorteile bei der Google Search Console (ehem. Webmaster Tools) und bei den Bing Webmaster Tools mit sich bringt.

Abschließende Bemerkung zum Ranking

Vorteile durch Integration der Bilder in die Suchmaschinen Optimierungsstrategie ergeben sich, da (i) über die Bildersuche Traffic generiert werden kann. Nicht selten wird aus den Suchergebnissen der Google Bildersuche die Website des betreffenden Bildes aufgerufen. Einige Onlineshop Betreiber nutzen gezielt diese Möglichkeit um Kunden über Produktbilder auf den Shop zu bringen (z.B. Zalando). (ii) Die SEO Visibility wird verstärkt. (iii) Ein weiterer Vorteil kann sich ergeben, wenn Bilder einen höheren Bekanntheitsgrad haben und die Website, auf der sie eingebunden werden, eindeutig und unmissverständlich diese Bekanntheitsgrad auch inhaltlich (durch die weiteren Kontexte) verstärkt. Z.B. das Bilderranking einer Website über den Künstler Paul Flora könnte sich vom Mitbewerb (andere Webseiten, wo unter anderem auch Paul Flora Bilder verkauft, dargestellt und angeboten werden) positiv abheben. Vor allem, wenn bei den Dateibenennungen, alt- und title-Attributen der Künstlername eingesetzt wurde und nebst Bildmaterial auch ausführlich weitere Informationen (Kontexte) um den Künstler auf der gesamten Website zu finden sind.

Fazit: Wer bis jetzt das Bilder-SEO Kapitel verschlafen hat, sollte unbedingt nun nachrüsten. Es ist nicht schwer, nicht viel Arbeit und verhilft zu mehr Besuch auf der Website und zu verstärkter Sichtbarkeit. Jedoch nicht vergessen, um die Bilder auch entsprechend Text unterzubringen, dann wird die Signalwirkung stärker und das Ranking vermutlich verbessert. Wir wünschen jedenfalls schon mal viel Erfolg dabei und freuen uns über Ihre Bewertung, Shares und Kommentare dazu. 😛

Weitere Informationen dazu:

Mehrsprachige WordPress Seite aus SEO Sicht: Darauf kommt es an!

WordPress ist heute eines der beliebtesten CMS, das bei Webseiten zum Einsatz kommt. Angefangen als Blog-System, ist WordPress heute auch bei vielen Firmenseiten zu finden. Kein Wunder, denn die Funktionen die hier geboten werden, bieten alles was das Unternehmer-Herz benötigt. Besonderer Vorteil: Die Pflege ist vergleichsweise unkompliziert und Änderungen sind einfach zu implementieren. An einem konkreten Beispiel wird das besonders deutlich: Muss eine Firmenwebseite aufgrund eines Internationalisierungsvorhabens lokalisiert werden, so ist nicht nur die Mehrsprachigkeit umsetzbar – auch die SEO lässt sich problemlos bewerkstelligen. Vorausgesetzt man weiß, an welchen Schrauben gedreht werden muss.

Internationalisierung + SEO: Ein hartes Pflaster

SEO ist heute ein echter Erfolgsfaktor. Wer mit seiner Webseite zu relevanten Keywords ganz vorne auftaucht, der kann sich hochwertigen Leads und Anfragen, ja sogar direkten Sales, sicher sein.

Was im nationalen Markt jedoch bereits nicht einfach zu erreichen ist, ist auf einem neuen Markt und in einer anderen Sprache noch schwerer. Wer glaubt, dass die nationale Strategie 1:1 auf den Zielmarkt umgesetzt werden kann, der täuscht sich, denn:

  • Die Kultur des Ziellandes ist eine andere.
  • Das Suchverhalten (meist) ein anderes.
  • Sogar die Suchanfragen unterscheiden sich – hier spielt auch die Suchintention eine große Rolle, die es zu verstehen gilt, um entsprechende SEO zu betreiben.

All diese Dinge müssen Unternehmer untersuchen, um eine SEO-Strategie aufzustellen, die auch im jeweiligen neuen Markt und der neuen Zielgruppe funktioniert – ein professioneller Partner ist hier unbedingt notwendig. Und zwar nicht nur bei der SEO, sondern auch bei den Übersetzungen.

3 Gründe, warum internationale SEO einen professionellen Übersetzer braucht

Kulturelle Unterschiede zwischen dem Heimat- und dem Zielmarkt ziehen sich durch die gesamten Verhaltensweisen der Zielgruppe – das Suchverhalten ist hier keine Ausnahme. Wer die Kultur jedoch versteht und gleichzeitig eine entsprechende SEO-Strategie entwickelt, der gewinnt. In beiden Fällen kann ein Übersetzer, dessen Muttersprache die des Ziellandes ist, eine großartige Hilfe sein:

  1. Der Profiübersetzer lokalisiert die neuen Inhalte grammatikalisch richtig und absolut fehlerfrei – eine Grundvoraussetzung, an der es bei vielen Internationalisierungsvorhaben bereits scheitert.
  1. Ebenso wichtig wie korrekte Übersetzungen ist die Berücksichtigung von lokalen Sprachbesonderheiten – Spanisch ist nicht immer gleich Spanisch. Slang und Dialekte spielen für die Authentizität der Webseite beziehungsweise des Unternehmens eine wichtige Rolle.
  1. Oft sind die Einschnitte sogar noch größer. In manchen Teilen der Welt sind gewisse Produkte verboten oder verpönt, sodass es Sinn machen kann, dass eigene Portfolio anzupassen – der Übersetzer nimmt hier gleichzeitig eine Beratungsrolle ein und „warnt“ vor potenziellen Fettnäpfchen, die im schlimmsten Fall das Vorhaben scheitern lassen.

4 Punkte, die auf der „WordPress-SEO-Mehrsprachigkeitsliste“ ganz oben stehen

Hat man nun einen professionellen Übersetzer an der Seite, gilt es sich dem Punkt SEO zuzuwenden. Dabei sind es vor allem die folgenden 4 Punkte, auf die es zu achten gilt, um das Ranking auch auf dem neuen Markt zu optimieren:

  1. Title Tag und Meta Description

Achten Sie darauf, dass alle Title Tags und Meta Descriptions individuell (für jede Seite) erstellt werden. Vor allem der Title Tag ist aus SEO-Gesichtspunkten entscheidend und beeinflusst so das Ranking maßgeblich. Hier sollte das Main Keyword und gegebenenfalls ein Secondary Keyword für die jeweilige Unterseite zum Einsatz kommen.

  1. Domain und Struktur

Bei der Auswahl der Domainstruktur haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Um sich hier entsprechende Optionen zu verschaffen, nutzen Sie am besten das WordPress Plug-In WPML, das selbst Anfänger leicht konfigurieren können. Ist das Plug-In integriert bieten sich Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Country Code top-level Domain (ccTLDs):

Für jedes Land nutzen Sie eine eigene länderspezifische Domain (.de, .at, .fr, usw.). Der Vorteil ist, dass eine .de Domain in Deutschland grundsätzlich besser rankt als eine .at Domain. Allerdings braucht es so für jede Domain eine eigene SEO-Strategie, was den Pflegeaufwand natürlich entsprechend erhöht. Für ortsabhängige Produkte jedoch sicher eine gute Wahl.

  • Unterverzeichnisse auf einer Generic top-level Domain (gTLDs):

Eine aus SEO-Gründen besonders geschickte Lösung, denn: Jeder Backlink zahlt sich direkt für alle „Sprachversionen“ der Webseite aus. Solche Unterverzeichnisse sehen dann so aus:

  • meinedomain.com/de/
  • meinedomain.com/en/
  • meinedomain.com/fr/

Diese Lösung bietet sich vor allem dann an, wenn man nach Sprachen und nicht nach Ländern unterscheiden möchte – also auch dann, wenn das Produkt ortsunabhängig genutzt werden kann. Einziges Problem: Lokales Hosting ist nicht möglich, sodass dieser Ranking-Bonus hierbei wegfällt.

  • Subdomains von einer Generic top-level Domain:

Um die Liste zu komplettieren, muss diese Option ebenfalls eine Erwähnung finden – allerdings ist sie die wohl schlechteste Wahl, denn es gibt nur einen Vorteil: Jede Subdomain kann individuell gehostet werden – der Verwaltungsaufwand und die individuellen SEO-Strategien stehen jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen. Hier steht allein das Setup und das Hosting im Vordergrund, nicht die SEO oder das Marketing.

  1. URLs und Slugs

WordPress bezeichnet URL-freundliche Versionen des Seitentitels als slug, beispielsweise www.meinedomain.com/mein-slug statt www.meindomain.com/ID75681?2. Um auch bei der Internationalisierung den SEO-Effekt zu nutzen, sollte die URL wichtige Keywords enthalten und übersetzt werden (beim Beispiel oben: www.meinedomain.com/en/my-slug)

  1. hreflang-Attribut

Der letzte Punkt auf der Liste, ist die Nutzung des hreflang-Attributs, das vor allem das Problem der Mehrdeutigkeit beheben soll. Vor allem bei ccTLDs für verschiedene Länder, die jedoch dieselbe Sprache sprechen, können Suchmaschinen häufig nicht „verstehen“, warum es drei Versionen dafür gibt. Dieses Unverständnis führt dazu, dass Google & Co. das passende Ergebnis nicht identifizieren kann und damit alle Versionen an Relevanz verlieren.

Das bereits erwähnte WordPress Plug-In WPML setzt automatisch das hreflang-Attribut, das der Suchmaschine zeigt, welche Sprachoption der Webseite für den Besucher die richtige ist.

SEO, Mehrsprachigkeit, Redaktionssysteme und vieles mehr – all das ist bei WordPress mit wenigen Klicks integriert, da die Pflege des Systems (im Vergleich zu anderen) sehr viel einfacher ist. Auch (und vor allem) dann, wenn die eigene WordPress Firmenwebseite für einen neuen Markt vorbereitet werden soll, sind dank entsprechenden Plug-Ins schnell die ersten Schritte getan. Gemeinsam mit einem professionellen Übersetzer und einer durchdachten SEO-Strategie steht dem Auslandserfolg nichts mehr im Weg,

Bildquelle: iClipart.com

Webseitenübersetzung & User Experience aufeinander abstimmen – So klappt’s

Die User Experience spiegelt im Grunde genommen das wieder, was der Nutzer bei einem Besuch einer Webseite erlebt – all die guten und schönen Dinge also, die ihm beim Navigieren, Suchen, Stöbern und (hoffentlich) Finden widerfahren. Das sogenannte UX Design zielt hier darauf ab, alle wichtigen Punkte zu optimieren. Dabei entscheidend: Ausruhen können sich Webseitenbetreiber leider nie. Und vor allem dann, wenn man neue Ländern erobern möchte, kommt einer der wichtigsten Teilbereiche der User Experience hinzu: Die Texte beziehungsweise die Webseitenübersetzungen.

Warum Webseitentexte (und Webseitenübersetzungen) Teil der User Experience sind

Mit dem Texten an sich, tun sich viele Menschen schwer – die Botschaft auf den Punkt zu bringen, ist nicht einfach. Sollen die Worte dann auch noch online erscheinen, sind weitere Qualitätskriterien zu beachten (darunter beispielsweise die SEO), die ebenfalls eine Rolle spielen. Kurz um: Gute Texte gibt es nicht an jeder Ecke.

Nehmen wir nun die User Experience, die im Grunde genommen all das beschreibt, was beim Besuch einer Webseite von Bedeutung ist. Die Navigation, die Inhalte und der Mehrwert – der Besucher soll von Beginn an „ein gutes Gefühl“ bekommen, das finden, was er sucht und letztendlich kaufen.

Wenn es also darum geht, dem Nutzer den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, sind gute Texte entscheidend, denn: Ein Wörter-Wirrwarr macht einfach keinen guten Eindruck und verleitet ganz sicher nicht zum Kauf.

Dementsprechend wichtig sind dann auch Übersetzungen, wenn der Schritt ins Ausland gewagt wird – und zwar nicht nur im Sinne der Richtigkeit, sondern auch bei der Berücksichtigung kultureller Unterschiede. Auch hier geht es nur um das eine: die „perfekte“ User Experience. Die folgende kurze Anleitung soll deshalb einen ersten Überblick über die wichtigsten Schritte bei der Webseitenübersetzung geben, die als Teil der User Experience über den Erfolg im Ausland mit entscheiden.

Vorbereitung: Die Optimierung der User Experience auf dem Heimatmarkt

Die User Experience betrifft viele verschiedene Webseitenteile – umso entscheidender ist es, die eigene Internetpräsenz genau zu durchleuchten, um Schwachstellen zu finden. Und zwar bevor es ins Ausland geht, denn: Ist die User Experience bereits „zuhause“ nicht optimal, können auch perfekte Übersetzungen keine Verbesserung schaffen. Zumal es die Herausforderung noch schwerer macht, wenn die Optimierung der UX in einer fremden Sprache erfolgen muss.

Ein professioneller UX Designer kann hier helfen, die Webseite prüfen und Lösungsvorschläge bieten – zumindest, wenn sie technischer oder inhaltlicher Natur sind. Für die Abstimmung auf den neuen Markt sind Sie gefragt.

Schritt #1: Den Markt kennenlernen

Um die User Experience für Ihren neuen Markt zu optimieren, müssen Sie Ihren Markt zunächst kennen. Eine Reise vor Ort kann hier erste Einsichten liefern, Gespräche mit anderen Experten wiederum zeigen, was der neuen Zielgruppe wichtig ist, wie sie auf Webseiten navigieren – kurz um: Sie erfahren, was perfekte User Experience dortzulande bedeutet.

Schritt #2: Mit Menschen vor Ort arbeiten

Die Reise und die Gespräche aus Schritt #1 können jedoch nur eine Basis liefern. Besonders dann, wenn der Markt nicht nur entfernungstechnisch, sondern auch kulturell sehr weit vom eigenen entfernt ist, lohnt es sich, mit „Einheimischen“ zusammenzuarbeiten. Sie kennen den Markt und können Unternehmern als auch UX Designer wichtige Anhaltspunkte liefern, auf die es zu achten gilt.

Schritt #3: Bei Übersetzungen Expertenwissen nutzen

Wer den Markt kennt, mit Einheimischen zusammenarbeitet und die User Experience in der Heimat auf Vordermann gebracht hat, sollte sich nun daranmachen, die Webseite zu übersetzen. Hier zeigt sich erneut, warum die User Experience dabei eine wichtige Rolle spielt:

  • Nur korrekte Übersetzungen,
  • Übersetzungen, die kulturelle Besonderheiten berücksichtigen und
  • nur authentische Übersetzungen sorgen für ein gutes Benutzererlebnis.

Diese drei Punkte zeigen sich vor allem beim Vergleich zwischen Übersetzungen, die ein Mensch gemacht hat, und denen, die ein maschineller Übersetzer erledigt hat – bei maschinellen Übersetzungen sind Fehler vorprogrammiert. Vor allem, wenn es um kulturelle Besonderheiten innerhalb eines Landes oder sogar einer Sprache geht, (Dialekte, Slang und Ähnlichem) kann eine Maschine nicht die Professionalität liefern, die ein Unternehmen bei der Internationalisierung benötigt.

Schritt #4: Daran denken, dass die Webseite nur der Anfang ist

Die User Experience ist ein Aufgabenbereich, der nur wenige Grenzen kennt – deshalb gilt es auch über die Webseite hinauszudenken. Wer bereits an Übersetzungen arbeitet, sollte unbedingt auch weitere Marketingmaterialien updaten, darunter beispielsweise Online-Profile in sozialen Netzwerken oder Artikel im hauseigenen Blog.

Fazit:

Natürlich erhebt diese Anleitung keinen Anspruch auf Vollständigkeit – dafür sind einzelne Geschäftsmodelle einfach zu speziell, um sie durch eine Pauschalisierung perfekt abzudecken. Allerdings lassen die einzelnen Schritte erahnen, wie der generelle Ablauf sein sollte, warum die User Experience so wichtig ist und Webseitenübersetzungen ein entscheidender Teil davon sind. Unternehmer sollten versuchen, möglichst alle Punkte „abzuarbeiten“, bevor sie ihr Angebot auf dem neuen Markt präsentieren, um das Vorhaben von Beginn an auf stabile Beine zu stellen.

Wie Online-Marketing, SEO und Übersetzen sich gegenseitig bedingen

Im Rahmen der Globalisierung wird es für deutschsprachige Unternehmen immer wichtiger, auch im Ausland Präsenz zu zeigen, um den eigenen Kundenstamm stetig zu halten und zu erweitern.
Ein erster Schritt in diese Richtung ist oft der Aufbau einer multilingualen Webseite, um so internationale Kunden direkt ansprechen zu können. Hierbei besteht die Schwierigkeit, dass die Inhalte nicht nur unter Berücksichtigung der jeweiligen kulturellen Gepflogenheiten in andere Sprachen übersetzt werden, sondern auch an das spezifische Internetsuchverhalten der verschiedenen Adressatengruppen angepasst werden müssen. Das Stichwortet lautet SEO, Suchmaschinenoptimierung. Es wird also, neben einer fremdsprachigen, auch eine SEO-orientiere Betreuung von Internetauftritten notwendig, worauf bei der Auswahl der Übersetzer unbedingt beachtet werden sollte.
Insgesamt kann diese Übergangsphase von nationalem zu internationalem Unternehmen durch die Neuerstellung von Webseiten also als Schnittstelle zwischen Online-Marketing und Übersetzen gesehen werden.

Eigene Domänen oder verschiedensprachige Unterseiten?

Zunächst stellt sich beim Aufbau einer multilingualen Webseite die Frage, ob diese durch voneinander unabhängige Seiten mit eigenen länderspezifischen Top Level Domains (ccTLDs) oder aber durch verschiedensprachige Unterseiten der deutschsprachigen Hauptseite eingerichtet werden soll.
Ersteres hat den Vorteil, die Kunden direkter anzusprechen und glaubwürdiger zu wirken, ist jedoch auch mit erheblichem zusätzlichem Aufwand verbunden. Es bedarf nämlich des mühevollen Aufbaus von Backlinks, um überhaupt von Suchmaschinen gefunden zu werden. Letzteres ist in Bezug auf Einrichtung und Handhabung einfacher, es kann allerdings passieren, dass die jeweiligen Seiten nicht richtig erkannt werden für die beabsichtigte Sprache oder das beabsichtigte Land.
Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, aber es ist mit beiden möglich, sowohl neue Kunden zu gewinnen, als auch bereits bestehende Kunden zu binden. Dies kann beispielsweise vorkommen, wenn ein des Deutschen mächtiger Kunde aus dem Ausland nun auf einmal in seiner Muttersprache angesprochen wird, wodurch die dem Unternehmen entgegengebrachte Sympathie und damit vielleicht auch die Wiederkaufrate zunehmen.
Alles in allem bleibt dennoch festzuhalten, dass der Aufbau einer multilingualen Webseite einen beträchtlichen finanziellen, personellen und zeitlichen Mehraufwand darstellt. Deshalb gilt es, im Vorhinein die Rentabilität solcher Seiten für das eigene Unternehmen genau abzuschätzen, um eine mögliche Fehlinvestition zu vermeiden.

Suchmaschinenrelevantes Übersetzen

SEO und Übersetzen im Online Marketing

© Rainer Sturm / pixelio.de

Als nächster Schritt steht dann das Übersetzen selbst an. Dabei sollte immer auf die Kompetenz eines professionellen und entsprechend qualifizierten Übersetzers vertraut und keinesfalls Laien oder gar eine Übersetzungssoftware eingesetzt werden. Denn letzteren fehlt nicht nur oft das sprachliche, sondern auch das kulturelle Feingefühl, welchen es jedoch unbedingt bedarf, um der hohen Komplexität der Angelegenheit gerecht zu werden. Ansonsten riskiert man eine schlechte Qualität oder gar Fauxpas, die schnell zu einem Imageverlust und dem Fernbleiben von Kunden führen können.
Bei einem professionellen Übersetzer ist darauf zu achten, dass die notwendigen Sprachkenntnisse vorliegen, auch in Hinsicht auf Dialekte oder regionale sprachliche Unterschiede, und ebenso, dass Wissen über das jeweilige Fachgebiet sowie über die Textform „Webseite“, d.h. Verständnis für SEO, vorhanden ist. Dazu zählt zum Beispiel, die suchmaschinenrelevanten Keywords und deren Kombinationen im Zielland zu kennen bzw. recherchieren zu können und so in die Übersetzung einzubauen, dass ein natürlicher und glaubhafter Text entsteht, von dem sich die Kunden angesprochen fühlen.

Bei den Keywords gibt es mehrere Parameter, die über Erfolg oder Misserfolg eines Textes bzw. einer Übersetzung entscheiden können. Zuerst ist es wichtig, zu wissen, welche Wörter in welcher Sprache in welchem Land Suchmaschinenrelevanz besitzen. Dabei darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass es in verschiedenen Ländern unterschiedliche führende Suchmaschinen mit anderen Algorithmen und daher auch anderen Keywords gibt. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Keywords in mehreren Sprachen ähnlich oder sogar identisch sein können, zum Beispiel bei Begriffen aus dem Englischen, jedoch wegen ihrer unterschiedlichen Wichtigkeit nicht alle überall gleich übersetzt werden. Schließlich sollten die Wörter aus dem alltäglichen Gebrauch und nicht aus der Fachsprache stammen, denn sonst werden sie seltener gesucht. Gleichwohl ist es aber wichtig, dass sie ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben, um spezifisch genug zu sein.
Wenn die Keywords dann in den Text eingebaut werden, gilt es wiederum, einige Regeln zu befolgen. Die Position im Text ist ausschlaggebend, die Wörter sollten daher eher am Anfang stehen. Auch kann es sich positiv auf den Sucherfolg auswirken, wenn mehrere relevante Wörter miteinander kombiniert werden, d.h. nahe beieinander stehen. Die Häufigkeit und die Dichte der Keywords in einem Text kann ebenso ein entscheidender Faktor sein, beide sollten weder zu hoch noch zu niedrig sein. Es spielen auch sprachliche Feinheiten wie die Deklination eine Rolle: Wörter sollten beispielsweise immer im Nominativ bzw. in der damit identischen Form eines anderen Falles stehen, da Suchmaschinen hier unterscheiden und Menschen meist im Nominativ suchen. Meta-Elemente sind ebenso von Bedeutung, wenn also Keywords strategisch im Kopfbereich eines Dokuments platziert werden, kann dies auch die Suchmaschinen beeinflussen.
Werden die genannten Prinzipien beim Erstellen von Übersetzungen befolgt, so entstehen Texte, die den SEO-Maßstäben genügen und dadurch von den Kunden gefunden werden.

Mehrsprachige Websites und die Kundengewinnung bzw. -bindung

Es muss jedoch auch gesagt werden, dass multilinguale Webseiten irgendwann an ihre Grenzen stoßen bei der Kundengewinnung und -bindung. Zwar sind sie ein guter Einstieg, um in einem neuen Markt Fuß zu fassen, langfristig reicht es jedoch nicht aus, lediglich im Internet präsent zu sein.
Für eine dauerhafte Etablierung im Markt ist es von Nöten, dass die Kundenbetreuung zumindest muttersprachlich stattfindet oder sogar vor Ort im Ausland. Mit einem derartigen Ausbau der Unternehmenstätigkeit fällt die Notwendigkeit zur Übersetzung deutschsprachiger Inhalte weg und somit auch die in der Übergangsphase entstehende Schnittstelle zwischen Online-Marketing und Übersetzen. Denn nun gibt es muttersprachliche Mitarbeiter, die in Echtzeit und teilweise lokal Texte in anderen Sprachen produzieren können, welche dadurch mit einem geringeren zeitlichen wie finanziellen Aufwand verbunden sind. Außerdem ist es möglich, dass die Mitarbeiter vor Ort besser mit den Gegebenheiten des jeweiligen Landes vertraut sind als ein Übersetzer und dass die Webseite somit noch besser auf die spezifischen Kunden abgestimmt ist.
Dies führt schlussendlich zur Gewinnung neuer Kunden und zur Bindung bereits bestehender Kunden auch im Ausland, wodurch das Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung macht.

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